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Graf Ulrich VII. von Montfort zu Tettnang oder Ulrich der Jüngere (*1495; †1520) war der letzte Vertreter im Mannesstamm der Grafen von Montfort-Tettnang, einer Nebenlinie der Pfalzgrafen von Tübingen.

Ulrich VII. war der Sohn von Ulrich V. (*1440; †1495). Er widmete sich Tettnang, das bereits zuvor Hauptstadt der Grafschaft geworden war. Mit der Festigung der Rolle eines Bürgerrates, des Bürgermeisters und des Ammanns stabilisierte er die städtische Selbstverwaltung. An Kunst interessiert und daher beim Adel hoch geachtet schuf er das Torschloss und die Pfarrkirche St. Gallus und trat als Auftraggeber Bernhard Striegels hervor. Kaiser Maximilian I. würdigte den kulturellen Aufschwung durch Besuche 1499 und 1516.

Counts of Montfort

* Hugo I. von Montfort; Gründungsvater der Grafen von Montfort (†1228)
* Heinrich III. von Montfort; Bischof von Chur; Dominikaner (†1272)
* Ulrich I. von Montfort (Graf von Montfort-Bregenz (†1287)
* Friedrich von Montfort Bischof von Chur (†1290)
* Friedrich von Montfort (Domherr in Chur)
* Rudolf I. von Montfort
* Hugo II. von Montfort
* Rudolf II. von Montfort; Graf von Montfort-Feldkirch (†1302)
* Heinrich von Montfort; Dompropst in Chur (†1307)
* Hugo III. von Montfort; Graf von Montfort-Tettnang (†1309)
* Hugo IV. von Montfort; Graf von Montfort-Feldkirch (†1310)
* Rudolf III. von Montfort (Bischof von Chur und Konstanz; Graf von Montfort (†1334)
* Hugo V. von Montfort (†1338)
* Ulrich II. von Montfort; Graf Montfort-Feldkirch (†1350)
* Wilhelm II. von Montfort (†1354)
* Ulrich III. von Montfort (Graf von Montfort († 1367)
* Wilhelm III. von Montfort (†1378)
* Rudolf IV. von Montfort; Graf von Montfort-Feldkirch (†1379)
* Konrad von Montfort (†1399)
* Wilhelm VII. von Montfort (†1422)
* Hugo VIII. von Montfort; Dichter; Staatsmann; (†1423)
* Rudolf VI. von Montfort (†1425)
* Wilhelm V. von Montfort (†1439)

* Hugo XIV. von Montfort (Johanniter (†1444)
* Heinrich VI. von Montfort (†1444)
* Rudolf VII. von Montfort (†1445)
* Wilhelm VIII. von Montfort (†1483)
* Hugo XIII. von Montfort (†1491)
* Ulrich V. von Montfort (†1495)
* Hugo XV. von Montfort (†1519)
* Ulrich VII. von Montfort (†1520)
* Johann I. von Montfort (†1529)
* Hugo XVII. von Montfort (†1536)
* Georg III. von Montfort († 1544)
* Sibylle von Montfort-Rothenfels; Fürstäbtissin von Essen (†1551)
* Hugo XVI. von Montfort (†1564)
* Ulrich IV. von Montfort; Diplomat (†1574)
* Ulrich VI. von Montfort (†1574)
* Georg IV. von Montfort (†1590)
* Johann III. von Montfort (†1619)
* Johann VI. von Montfort; Reichskammergerichtspräsident (†1619)
* Hugo XVIII. von Montfort (†1662)
* Johann VIII. von Montfort (†1686)
* Anton III. von Montfort (†1733)
* Ernst von Montfort (†1755)
* Johann Nepomuk von Montfort, Domherr zu Köln und zu Konstanz (†1775)
* Franz Xaver von Montfort (†1780)
* Anton IV. von Montfort (†1787)

Georg III. († 1544), verheiratet mit einer der beiden illegitimen Töchter König Sigmunds I. von Polen aus der Beziehung mit der böhmischen Mätresse Katharina de Thelnicz, Katharina Jagiellonica, einer polnische Prinzessin aus dem Adelsgeschlecht der Jagiellonen, sollte zum Stammvater der jüngeren Tettnanger Linie werden.

Nach dem Aussterben der älteren Tettnanger Linie 1574 wurde den Söhnen seines Sohnes Jakob (†1573) die Grafschaft Tettnang übertragen. Unter ihnen ragen Johann VI. (†1619) und Georg IV. (†1590) besonders heraus. Da schon die letzten Tettnanger Grafen bedeutende Schulden hinterlassen hatten, mußten sie ihre steirischen Besitzungen verkaufen. Gleichwohl sollte es den Grafen nie mehr gelingen, sich gänzlich von ihren Schulden zu befreien. Der 30jährige Krieg beschleunigte diese Entwicklung ebenso wie der anspruchsvolle Lebensstil der Grafen (Anwesenheit bei Hofe, repräsentative Schloßbauten).

Hugo XVIII. († 1662) führte das Erstgeburtrecht ein, um einer Zersplitterung des Besitzes vorzubeugen.

Abschrift: Was nun Wir beyde Brüder in diesem Vergleich vor Uns pacisciret haben, das alles ist auch von Unsern Successionsfähigen Mänlichen Descendenten zu verstehen. Und damit auch dieserhalben kein Streit unter Unsern Nachkommen erreget werde: So haben Wir festgestellt, daß, wenn jemand von Unsern Descendenten eine Person, welche nicht Gräflichen und geringern als Freiherrlichen Standes wäre, ehelichen würde, dessen und deren Söhne der Succession unfähig sein sollen. Und könnten dergleichen Töchter oder solche Wittben oder eine Gräfliche Tochter, die sich unstrandesmäßig verheyrathet, dasjenige keineswegs fordern, was sonsten denen Wittben und Töchtern in nächstvorhergehenden §pho auf dort beschriebenen Fall assigniret ist, sondern solche Unstandesmäßige Wittben, Söhnen und Töchter müssen überhaupt mit geringeren Alimentis nach Zeit und Umständen ihres Vaters und Vettern zufrieden seyn.

Das pactum unionis, das pactum tutorium und die Hofgerichtsordnung werden ausdrücklich von Uns bestätigt; sowie auch die in den Hausverträgen begründeten Rechte der erbherrlichen Linien unverändert bleiben.

Ihm folgten mit Johann VIII. (†1686); Anton III. (†1733) und; Ernst (†1755) pracht- und kunstliebende Grafen. Unter Franz Xaver (†1780) war schließlich der Konkurs nicht mehr aufzuhalten. Österreich übernahm mit den Schulden die Grafschaft Tettnang. Mit Graf Anton IV., der nur mehr bescheiden als Privatmann in Tettnang lebte, starb 1787 das Geschlecht am Bodensee aus.